Seit 2009 gibt es den kleinen Laden “Frauenzimmer” in der Wallstraße im schönen Sachsenhausen. Dort vertreibt Natascha Spendic unter ihrem Label “Frauenzimmer” ihre Modelinie. Den Laden teilt sie sich mit ihrer Mutter.
Neben ihren Kleidungsstücken stellt Natascha ebenfalls Taschen, Schmuck und diverse Accessoires her. Haarspangen, Ringe mit Mini-Dekor aus Fimo, die in mühevoller Kleinarbeit und sehr liebevoll angefertigt werden, sowie verschiedene Broschenvarianten runden das Sortiment ab.
Hier ist Teil 1 des Interviews, nächster Teil folgt in Kürze:
Wie bist Du dazu gekommen Modedesignerin zu werden, was für eine Ausbildung hast Du gemacht?
Ich besuchte ein Gymnasium, wollte mein Abitur machen und anschließend Modedesign studieren. Durch Zufall habe ich erfahren, dass man auch eine Ausbildung zur Modedesignerin machen kann, was mir vorher nicht bewusst war. Das war direkt in der 10. Klasse, daraufhin habe ich mich entschieden, die Schule zu beenden. Es war schon immer mein Wunsch Modedesignerin zu werden, ich glaube es ist meine Berufung, kreativ zu sein und mit schönen Materialien zu arbeiten. Ich habe die 10. Klasse mit einem Realschulabschluss beendet. Danach absolvierte ich eine zweieinhalb jährige Ausbildung auf der privaten Berufsfachschule für Mode und Design in Mannheim, die ich 2007 als Diplom-Modedesignerin abgeschlossen habe. Direkt im Anschluss, habe ich das Label “Frauenzimmer” gegründet und seit Februar 2009 gibt es meinen Laden.
Es war also ein nahtloser Übergang von der Schule zu Deinem Label und anschließend zu Deinem Laden?
Mehr oder weniger. Es gab zwischenzeitlich kurze Gelegenheitsjobs und verschiedene Praktika. Es war sehr schwierig in der Berufswelt Fuß zu fassen. Ich war bei meinem Abschluss gerade 19 Jahre alt und jeder Arbeitgeber forderte Berufserfahrung, leider hat mir niemand die Chance gegeben, sie zu sammeln. Das hat sich dann so schwierig gestaltet, dass ich mir irgendwann gesagt habe “so kann das nicht weitergehen, ich muss etwas unternehmen”. Dann habe ich mein Label gegründet und es war klar, dass früher oder später ein Laden daraus resultieren soll.
Was hast Du zwischenzeitlich gemacht, also von dem Abschluss bis zu dem Laden?
Nebenjobs und bezahlte Praktika angenommen. Ich musste immer zusehen, wie ich mich über Wasser halten kann. Vor eineinhalb Jahren bin ich dann hier in die Szene rund um die Brückenstraße geraten und habe eine Aushilfstätigkeit bei einer Boutique in der Straße bekommen. Ziemlich schnell wurde klar, wenn ich einen Laden aufmachen würde, sollte er hier sein.
Hattest Du schon immer den Wunsch Deine eigene Modelinie zu haben?
Ja, es hat eigentlich schon relativ früh angefangen, dass Mode und Styling für mich total spannend waren. Schade, dass man viel Geld dafür ausgegeben hat und hinterher ist man durch die Stadt gegangen und hat jeden mit dem gleichen Stück gesehen. Das wollte ich ändern. Mit 12 habe ich meinem ersten Nähkurs bei einer Kirchengemeinde gemacht. Schnell habe ich gewusst, dass es Modedesign sein muss! Zum Glück haben meine Eltern mich auch dahingehend sehr unterstützt. Und dann ging’s mit 16 auch schon los.
Was war dann das erste Stück das Du genäht hast?
Das ist eine gute Frage…eine Kapuzenjacke aus blauem Fleece, aber das ist schon über 10 Jahre her.
Und ist es was geworden?
Ja die lebt immer noch!
[Fortsetzung folgt...]
Mehr Infos:
Frauenzimmer
Natascha Spendic
Wallstraße 4
60594 Frankfurt
Tel.069-60607117